Das Phänomen Zumba: Fitness für die Massen

Das Fitnesskonzept Zumba ist aus keinem Fitnesstudio und aus kaum einer Tanzschule in Deutschland mehr wegzudenken. Was in den 80er Jahren Aerobic war, ist heute Zumba. Der Hype ist groß. Doch was ist Zumba eigentlich?

Zumba – Tanz und Fitness

Zumba vereint klassische Aerobic Schritte mit lateinamerikanischen Tanzschritten – beispielsweise aus Samba, Merengue, Salsa und Bachatta. Das Fitnesskonzept wurde vom kolumbianischen Fitnesstrainer Alberto Perez entwickelt. Dieser hatte eines Tages für eine seiner Aerobic-Stunden die Musikkassetten vergessen. Um nicht ohne Musik dazustehen, spielte er seine Merengue und Salsa Kassetten ab und improvisierte darauf Aerobic-Tanzschritte. Der Kurs war begeistert – und Zumba geboren. Mittlerweile sollen mehr als zwölf Millionen Menschen aus 125 Ländern an Kursen und Events teilnehmen. Zumba macht nicht nur Spaß, sondern steigert nachhaltig die Beweglichkeit. Darüber hinaus hilft das Konzept beim Abnehmen durch einen besonders hohen Kalorienverbrauch.

Zumba – wo und wie

Nahezu jedes Fitnessstudio und jede Volkshochschule bietet mittlerweile das Fitnesskonzept an. Fans gibt es in jeder Altersstufe. In Deutschland sind überwiegend junge Frauen zwischen 18 und 40, die die Kurse füllen. Beliebt sind auch Zumba-Partys. Diese finden oft in einer Discothek statt. Mehrere Stunden lang präsentieren unterschiedliche Trainer ihre Choreographien auf einer Bühne und werden von den Tanzenden nachgeahmt. Die Musik ist unterschiedlich – südamerikanische Rhythmen werden oft mit Beats unterlegt, die aber nicht immer durchgängig sind. Dazu kommen auch orientalische und indische Rhythmen sowie teilweise auch Elemente aus dem Hiphop. Jedes Lied erhält vom Trainer eine individuelle Choreographie. Die Trainer sind in der Regel mit Herzblut dabei und interpretieren die Musik oft nicht nur mit den Tanzschritten, sondern unterstützen ihre Präsentation auch mit Mimik und Gestik.

Zumba Vermarktung

Als eingetragener Markenname wird Zumba groß vermarktet. So werden beispielsweise CDs, DVD, spezielle Bekleidung und Videospiele angeboten. Um das Fitnesskonzept auf verschiedene Zielgruppen anzupassen, wurden unterschiedliche Programme wie zum Beispiel Aqua-Zumba, das im Wasser durchgeführt wird und ein besseres Körpergefühl erzeugen soll, oder Zumba-Sentao, das hauptsächlich im Sitzen ausgeführt wird und das den Ansatz durch Bewegung aktiv bleiben verfolgt. Ein Ende der Zumba-Begeisterung ist nicht in Sicht.

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